Sonntag, 8. August 2010

In fremde Gartenparadiese blicken...










... tu' ich für mein Leben gern. Und dort entdecke ich natürlich immer Pflanzen, Blumen, Rosen, Dekorationen..., die ich auch ach so gerne hätte, weil ich die schon immer gesucht habe, weil die so gut in meinen Garten passen würden.. undsoweiter. Ich bräuchte nicht einen doppelt so großen Garten, würden solche Wünsche Realität, - nein, einen unendlichen Garten. Dabei vergesse ich natürlich vollkommen, daß auch die Arbeit unendlich würde. Wo ich heute schon mich tummeln muß und oft große Mühe habe, um so etwas wie eine "Grundversorgung" vom zaubergarten hinzubekommen. - Also: gestern, bei herrlichstem Sommerwetter, waren die liebe Doris und ich zum Tee und frischgebackenem Pflaumenkuchen eingeladen bei Ingeborg, meiner Nachbarin, die ein bißchen einsam und traurig ist, weil sie gerade ihre 94jährige Mutter verloren hat. Beide lebten viele Jahrzehnte wie Philemon und Baucis in ihrem Hexenhäuschen. Beide große Gartenliebhaberinnen, aber die Liebhaberei liegt hauptsächlich auf dem Schwerpunkt Nützlichkeit. So profitiere ich schon viele Jahre von den reichen Erträgen dieses Nachbargartens: rote, weiße, schwarze Johannisbeeren, Mengen von zarten grünen Busch- und Stangenbohnen, wunderbares, grüngoldenes Mangold, Gurken, die nach Gurken und nicht nach Wasser schmecken, von köstlichen Rote Beeten .... und mehr. (Ich revanchiere mich immer mit Rosensträußen, die hocherfreut entgegengenommen werden). Diese wunderbaren Garten-Gaben wollte ich noch nie im zaubergarten haben, die dazugehörige Arbeit hätte mich restlos überfordert, soweit reicht mein Realitätssinn schon. (Mein Schwerpunkt ist auch nicht so die Nützlichkeit im Garten, wie man weiß!!) Aber gestern sah ich Ingeborgs wunderbare Kräutersammlung - Borretsch, blau blühend und einen halben Meter hoch, wunderbarer duftiger Dill, dicke Büschelreihen von Petersilie und mehr solcher Herrlichkeiten. Das hätte ich auch alles gern, aber ich scheine einfach kein Händchen dafür zu haben. Unzählige Versuche sind fehlgeschlagen! Außer einem großen Salbeibusch und wuchernder Minze: kräuterfreier zaubergarten. Aber: die liebe Nachbarin bot mir an, jederzeit meinen Kräuterbedarf bei ihr zu decken. Hab ich wieder ein Glück! Und sage: Schuster, bleib bei deinen Leisten, d.h. Jutta, bleib bei deinen Rosen! Eine schöne Woche und viel Freude wünscht: Jutta

Kommentare:

  1. Gelobt sei Ingeborg´s Garten ! Die Marmelade aus schwarzen Johannisbeeren, die Du mir geschenkt hast, war einfach köstlich. Mit nix zu vergleichen, was ich bisher in der Richtung probiert habe! Ich danke Dir nochmal dafür ! Sei weiterhin nett zu Ingeborg, dann kriegst Du nächstes Jahr wieder schwarze Johannisbeere und kannst Marmelade kochen und ..... Du weißt schon !

    Viele liebe Grüße, Veronika

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  2. Ja, das mach ich, liebe Veronika! Ich fand sie auch sehr, sehr lecker, die schwarze! Und Ingeborg ist ja auch eine sehr nette und liebenswerte Nachbarin, nicht nur wegen der Köstlichkeiten aus ihrem Garten. Lieben Gruß von Jutta

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