Sonntag, 15. August 2010

Altweibersommersonnentage...














hab ich in der vergangenen Woche genossen: faul im Garten gelegen, Tee getrunken, Zeitung gelesen und in die milchschaumigen Wolken geguckt. (Doch, ein bißchen habe ich auch im Garten gearbeitet!) Aber es war so verlockendes Wetter, nicht mehr so heiß, kaum Wind und - Sonne satt. Ich glaube, das war nicht überall im Lande so. Meine Kinder sprachen immer davon, daß es regnet, wenn wir telefonierten. Also war mein schönes Ostfriesland mal wieder begünstigt! Aber: der Sommer ist müde geworden! Und überall sehe ich erste herbstliche Anzeichen. An der Süderwieke, meinem Hunde-Hausweg, leuchten die dicken Hagebutten zwischen rotlila blühenden Wildrosen. Die hohen Gräser am Kanal sind gelb und trocken geworden, an den Büschen und Sträuchern zeigen sich erste sich verfärbende Blätter. An den Kanalböschungen blühen noch die wilden Löwenmäulchen und am Feldrand der Rainfarn in gelb, Schafgarbe kommt schon ein bißchen schmutzig-weiß daher. Und das Braun verbreitet sich: der Rotklee hat braune Köpfe, die zahlreichen Binsenbüschel auf den Wiesen (hier Rüschen mit kurzem ü genannt) zeigen braune Samenstände. (Diese Binsenbüschel sind ein Zeichen für feuchte Wiesen und werden von Kühen und Pferden verschmäht). Die Brombeeren färben sich von grün über rosa und weinrot bis zum fast Schwarz. Und die Enten sammeln sich zu Hunderten an der Kanalböschung rechts und links, auf dem Wasser und auf dem Weg. Das ist auch ein Herbstzeichen, was immer es zu bedeuten hat. Die gelbbraunen Flaumbällchen vom Frühjahr sind fast ausgewachsene Enten geworden, manchmal ist noch ein zarter, kleiner Nachkömmling dazwischen. Wenn Paula naht, stürzen alle ins Wasser oder fliegen auf und beschweren sich durch lautes Schattern über die Störung. Dabei ist Paula nach vielen Jahren Spaziergang am Kanal völlig uninteressiert an Enten. Sie blickt gelangweilt dem flatternden, aufgeregten Entenvolk hinterher und trottet weiter auf ihrem Weg. Bei Hasen, die des öfteren auch auf dem Weg sitzen, sieht die Sache schon ganz anders aus! Da legt Paula in ihrem nun doch gereiften Alter von 8 Jahren einen Spurt hin, daß ich nur so staune. - Nun ist Sonntagabend geworden. Und: es regnet. Der Garten braucht's. Die Gärtnerin braucht jetzt Schlaf. Eine gute, gesunde Woche wünscht: Jutta

Kommentare:

  1. Hallo
    immer wenn ich deinen Blog besuche hab´ich so ein Urlaubsgefühl ....Ostfriesland ist einfach traumhaft schön .....heute hab´ich auch endlich mal Zeit auch mal wieder einen Kommentar zu hinterlassen....viel Spaß weiterhin beim genießen...
    Grüne Grüße Sandra

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  2. Nächste Woche ist bestimmt wieder schönes Wetter, denn da komme ich ! Hoffentlich kapiert Petrus diese Logik.

    Bis dahin, liebe Grüße
    Deine Veronika

    P.S.: Schick mir doch mal die Adresse Deiner Kinder !

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  3. Danke, liebe Sandra, ja, ich wohne da, wo andere Urlaub machen, sagt man so schön. Freue mich, daß Du reingeschaut hast! Lieben Gruß von Jutta

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