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...waren, nach meinem Gefühl, die einzigen Lebewesen, die sich bei diesen Höchsttemperaturen noch bewegten: vergnügt und schwerelos flatterten sie und genossen die gleißende Sonne. Die Gärtnerin hat sich fast gar nicht mehr bewegt, außer abends beim Gießen - notgedrungen. Ein Unwetter gab es in Ostfriesland, aber Glück gehabt: außer daß ich zwei Karren voller Äste, Zweige, Lärchenzapfen und Teile von Nachbars Sonnenschirm aufsammelte und es Rosenblätter schneite - ist in meiner näheren Umgebung nichts passiert. Woanders war das sehr viel schlimmer. - Nun hat es abgekühlt und einige wenige Regengüsse gegeben und alles atmet auf. Der Zaubergarten sieht etwas geplündert aus - die liebe Doris hilft mir beim Sommerschnitt - und sie kennt kein Zögern!! Die lange Trockenheit hat auch ihre Spuren hinterlassen. Der Maulwurf hat sich wieder eingefunden und wirft schwarze, staubtrockene Sandhaufen auf. Der Rasen hat einen Gelbstich und braucht seit Wochen keinen Rasenmäher. Die Gärtnerin freut sich: immer neue Clematisblüten sind zu entdecken, Phlox und Sonnenhut blühen, auch die Hortensien - doch sehr frostgeschwächt - geben sich alle Mühe, der Sommerflieder setzt die ersten Blütenkerzen an. In der Dämmerung beginnen die Nachtkerzen zu leuchten und schließen ihre sonnengelben Kelche erst am anderen Vormittag, wenn die nächsten schon für den Abend bereitstehen. - Heute, am Sonntag, steht bei angenehmen 25 Grad und weißblauem Himmel ein Ausflug auf dem Programm, mit Doris und meiner lieben Mona, die eine Woche Urlaub bei ihrer Mutter macht. Da soll sie's doch schön haben! Und wir mit ihr! Einen Sonnensonntag wünscht: Jutta